Alterspension und Invaliditätspension

Alters·pension und Invaliditäts·pension
Julia weiß:
Später bin ich alt.
Dann gehe ich in Pension.
Julia weiß nicht:
Wie bekomme ich dann Geld?
Deshalb ist Julia unsicher.

Hier ist eine Erklärung für Julia:


Alters·pension ist eine regelmäßige Geld·zahlung.
Das Ziel der Alters·pension ist:
Im Alter genug Geld zum Leben zu haben.
Die Voraussetzungen für Alters·pension sind:

  • ein bestimmtes Alter
  • eine bestimmte Anzahl an Versicherungs·monaten

Wie bekommt Julia Versicherungs·monate?
Julia arbeitet.
Ein Teil ihres Gehalts wird an die staatliche Sozial·versicherung oder Pensions·versicherung gezahlt.
Die Höhe von Julia Pension hängt ab von:

  • Julias Alter
  • Wie viele Versicherungs·monate hat Julia?
  • Wie viel hat Julia im Durchschnitt verdient?


Julia will Alters·pension bekommen.
Julia hat die Voraussetzungen erreicht.
Julia muss einen Antrag bei der Pensions·versicherung stellen.
Dafür gibt es ein Formular.


Auch Julias Arbeit·geber oder ihre Arbeit·geberin kann zu Julias Pension beitragen.
Er oder sie zahlt freiwillig in eine betriebliche Pensions·vorsorge ein.
Julia kann freiwillig in eine private Pensions·versicherung einzahlen.
So kann Julia mehr Pension haben.

Julia macht sich Sorgen.
Vielleicht bin ich krank.
Was ist dann?
Vielleicht kann sie deshalb nicht mehr arbeiten?
Was ist dann?

Kann Julia aus diesen Gründen nicht mehr arbeiten:

  • Schwere Krankheit.
  • Unfall
  • Psychologische Probleme

Hat Julia vielleicht Anspruch auf Invaliditäts·pension.
Invalidität heißt:
Eine dauerhafte Beeinträchtigung wegen einer Krankheit.
Deshalb kann man nicht mehr arbeiten.

Das sind die Voraussetzungen für Invaliditäts·pension:
Julias Beeinträchtigung ist stark.
Julia kann nicht mehr arbeiten.
Auch nach eine Rehabilitation,
kann Julia nicht mehr Arbeiten.
Vielleicht lernt Julia einen anderen Beruf.
Auch dann kann Julia nicht mehr arbeiten.
Ein Arzt muss bestätigen:
Julia kann nicht mehr arbeiten.
Das heißt: Julia hat eine dauerhafte Invalidität.

Julia erfüllt noch nicht die Voraussetzungen für Alters·pension.
Julia hat die notwendige Mindest·versicherungs·zeit erreicht.
Julia erfüllt die Voraussetzungen für Invaliditäts·pension.
Julia kann einen Antrag stellen.

Details zu Österreich:
Frauen können mit 60 Jahren in Pension gehen.
Männer können mit 65 Jahren in Pension gehen.
Das heißt: Pensions·antritts·alter.
Julia muss 15 Versicherungs·jahre haben.
Was sind Versicherungs·zeiten?

  • Arbeitszeit
  • Kinder·erziehungs·zeiten
  • Militär·dienst
  • Zivil·dienst
  • Mutter·schutz
  • Ich bin arbeits·los gemeldet
  • Ich bin krank gemeldet

Es gibt eine Ausgleichs·zulage.
Was heißt das?
Hier ist ein Beispiel
Julia ist alleinstehend.
Julias Pension ist unter 933, 06 € pro Monat (Stand 2020)
Sie haben keine anderen Einkünfte.
Sie bekommen eine Ausgleichs·zulage.
Das ist der Unterschied zwischen ihrer Pension und der oben genannten Summe.
Das nennt man oft: Mindest·pension.
Julia ist verheiratet
Die Pension von Julia und ihrem Ehemann ist zusammen unter 1.398,97 €.
Sie bekommen den Unterschied zwischen ihrer Pension und der oben genannten Summe.
In Österreich gibt es Alters·teilzeit.
Julia kann in Alters·teilzeit gehen.
Ihr Arbeit·geber oder ihre Arbeit·geberin muss zustimmen.
Julia kann 40 bis 60 % weniger arbeiten.
Julia erhält das Gehalt für die wenigen Stunden.
Julia erhält einen Lohn·ausgleich.
Der ist so hoch wie 50 % des Unterschieds zwischen dem bisherigen Gehalt und dem Gehalt für die aktuelle Arbeits·zeit.
Wann kann Julia in Alters·teilzeit gehen?
5 Jahre vor ihrem Pensions·antritts·alter.
Julia kann maximal 5 Jahre in Alters·teilzeit gehen.


Julia weiß jetzt:
Mit der Alters·pension kann sie ihr Leben im Alter finanzieren.
Vielleicht ist sie schwer krank.
Dann bekommt sie Invaliditäts·pension.

Arbeit und Familie

Arbeit und Familie
Max und Julia sind glücklich.
Sie bekommen ihr erstes Kind.
Max und Julia haben Sorgen:
Wie können sie ihr Kind erziehen?
Wie können sie gleichzeitig arbeiten?


Hier ist eine Erklärung für Max und Julia:


Bekanntgabe der Schwangerschaft
Julia weiß:
Ich bin schwanger.
Sie muss dem Arbeit·geber oder der Arbeit·geberin schreiben:
Ich bin schwanger.
Wann ist der Geburts·termin?
Julia macht das am besten schriftlich.

Kündigungs·schutz während der Schwangerschaft
Schwangere Frauen dürfen nicht gekündigt werden.
Wie lange?
Bis 4 Monate nach der Geburt.

Schutz während der Schwangerschaft
Manches ist in der Schwangerschaft verboten:
Schwere körperliche Arbeit
Das ist zum Beispiel:
Heben und Tragen von schweren Lasten
Langes Arbeiten im Stehen
Werdende und stillende Mütter dürfen nicht in der Nacht arbeiten.
Werdende und stillende Mütter müssen nicht an Sonntagen oder Feier·tagen arbeiten
Julia soll die Schwangerschafts·untersuchung außerhalb der Arbeits·zeit machen.
Vielleicht geht das nicht:
Dann Julia kann die Untersuchung in der Arbeits·zeit machen.

Mutter·schutz:
Das bedeutet:
Julia darf acht Wochen vor der Geburt nicht arbeiten.
Julia darf acht Wochen nach der Geburt nicht arbeiten.

Papa·monat:
Das heißt:
Max ist Vater eines neu·geborenen Kindes.
Max kann einen Monat eine Dienst·freistellung bekommen.
Das heißt:
Max muss nicht arbeiten.
Max bekommt kein Gehalt.

Eltern·karenz
Das heißt:
Ein Eltern·teil muss nicht arbeiten.
Er oder sie kann auf das Kind aufpassen.
Eltern·karenz beginnt nach Ende vom Mutter·schutz.
Vater und Mutter können in Karenz gehen.
Karenz dauert zwischen 2 und 35 Monaten.
Vater und Mutter dürfen in der Karenz nicht gekündigt werden.

Eltern·teilzeit:
Eltern haben Kinder unter 7 Jahren.
Sie können weniger arbeiten.
Warum?
Damit sie die Kinder betreuen können.
Julia und Max können gleichzeitig in Eltern·teilzeit sein.
Julia und Max müssen ihrem Arbeit·geber oder ihrer Arbeit·geberin sagen:
Wann wollen sie in Eltern·teilzeit gehen?
Wie lange wollen sie in Eltern·teilzeit gehen?
Wie viele Stunden wollen sie weniger arbeiten?
Zu welchen Tages·zeiten wollen sie arbeiten?
Julia und Max dürfen in Eltern·teilzeit nicht gekündigt werden.

Pflege·freistellung
Ein Kind ist krank.
Eine Person die im gleichen Haus wohnt ist krank.
Julia und Max haben das Recht auf Pflege·freistellung.
Das heißt:
Sie können zu Hause bleiben und die Person pflegen.
Julia und Max haben das Recht auf 1 Woche Pflege·freistellung pro Jahr.
Julia und Max haben ein Kind unter 12 Jahren.
Julia und Max haben Anspruch auf eine zweite Woche Pflege·freistellung.

Pflege·karenz und Pflege·teilzeit
Ein naher Verwandter von Julia oder Max muss gepflegt werden.
Julia und Max können eine Zeit lang nicht oder weniger arbeiten.
Aber nur für eine bestimmt Zeit.
Zum Beispiel:
So lange bis Julia oder Max einen Pfleger oder eine Pflegerin finden.
Max und Julia müssen mit ihrem Arbeit·geber oder ihrer Arbeit·geberin besprechen:
Darf ich Pflege·teilzeit oder Pflege·karenz machen?
Sie haben ein Recht auf 4 Wochen Pflege·karenz.
Vielleicht sagt der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin ja:
Dann haben sie ein Recht auf 6 Monate Pflege·teilzeit oder Pflege·karenz.

Jetzt wissen Max und Julia:
Was ist wichtig für die Arbeit,
wenn wir Eltern werden.

Arbeit und Weiterbildung

Arbeit und Weiter·bildung
Max will eine Weiter·bildung machen.
Max will seine Fach·kenntnisse verbessern.
Max will seine Aufstiegs·chancen im Beruf verbessern.
Max hat jetzt einen Vollzeit·job.
Es ist schwer neben dem Vollzeit·job an einem Kurs teilzunehmen.
Die Weiterbildungen sind teurer.
Max weiß nicht:
Wie finde ich Zeit für die Weiter·bildung?
Wie zahle ich die Weiter·bildung?

Hier ist eine Erklärung für Max:

Bildungs·karenz oder Sabbatical
Max will eine Weiter·bildung machen.
Max will während der Weiter·bildung nicht arbeiten.
Max kann in Bildungs·karenz gehen.
Max Arbeit·geber oder Arbeitgeberin muss zustimmen.
Die Dauer der Bildungs·karenz ist verschieden.
Meistens ist sie maximal ein Jahr.
Bekommt Max Gehalt während der Bildungs·karenz?
Das hängt davon ab,
in welchem Land Max arbeitet.
Was hat Max mit seiner Arbeitgeber oder seiner Arbeitgeberin vereinbart?


Rück·zahlung der Weiter·bildungs·kosten
Einige Firmen zahlen die Weiter·bildung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Dann muss Max eine bestimmte Zeit lang für die Firma arbeiten.
Wie lange?
Das hängt von den Kosten der Weiter·bildung ab.
Vielleicht kündigt Max vor Ablauf der Zeit.
Dann muss Max die Weiter·bildungs·kosten zurückzahlen.
In Ländern der Europäischen Union gibt es Programme:
Sie fördern das lebenslange Lernen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.


Lernen am Arbeits·platz
Firmen bieten Weiter·bildungen intern und extern an.
Damit motivieren sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verbessern ihre Fähigkeiten.
Es gibt Weiter·bildung für viele Themen.
Zum Beispiel:

  • Computer·kompetenzen
  • Sensibilisierungs·workshops
    Das heißt:
    Menschen werden auf ein bestimmtes Thema aufmerksam gemacht.
    Zum Beispiel: Was ist wichtig bei der Zusammenarbeit von Menschen aus verschiedenen Kulturen?
    Dadurch können sie im Alltag in solchen Situationen besser handeln.
  • Soziale Medien
  • Erste Hilfe
  • Brand·prävention
    Das heißt: Wie vermeide ich einen Brand.

Steuerliche Absetzbarkeit von Weiter·bildungs·kosten
Weiter·bildungen sind steuerlich absetzbar.
Das heißt:
Ich bekomme dafür Geld vom Staat zurück.

Details zu Österreich
Bildungs·karenz:
Bildungs·karenz kann von 2 bis 12 Monate dauern.
Max muss die Bildungs·karenz mit seinem Arbeit·geber oder seiner Arbeit·geberin vereinbaren.
Max erhält Weiter·bildungs·geld vom Arbeits·markt·service.
Das sind 55% seines netto Einkommens.
Die Ausbildung muss mindestens 20 Stunden pro Woche dauern.
Das beinhaltet auch Lern·zeit.
Für Menschen in Bildungs·karenz gibt es keinen Kündigungs·schutz.


Bildungs·teilzeit:
Max kann seine Arbeits·zeit um 20 bis 50 Prozent verringern.
Damit hat er mehr Zeit an einer Weiter·bildung teilzunehmen.
Für die geringere Arbeits·zeit bekommt Max einen Lohn·ersatz.
Max muss Bildungs·teilzeit mit seinem Arbeit·geber oder seiner Arbeit·geberin vereinbaren.
Die Weiter·bildung muss mindestens 10 Stunden pro Woche dauern.
Das beinhaltet auch Lern·zeit.
Die Bildungs·teilzeit dauert 4 bis 24 Monate.


Jetzt weiß Max:
Wie kann ich weniger Arbeiten,
damit ich eine Weiter·bildung machen kann.
Was hilft mir beim Bezahlen der Weiter·bildung?

Arbeitsbestätigung, Dienstzeugnis und Empfehlungsschreiben

Arbeits·bestätigung, Dienst·zeugnis und Empfehlungs·schreiben
Max hat gekündigt.
Max will einen neuen Job.
Max will sein Dienst·zeugnis herzeigen.
Max weiß nicht:
Wie bekomme ich ein Dienst·zeugnis?
Was ist der Unterschied zwischen einem Dienst·zeugnis und einer Arbeits·bestätigung?
Was ist ein Empfehlungs·schreiben?

Hier ist eine Erklärung für Max:
In einer Arbeits·bestätigung schreibt Max Arbeit·geber oder Arbeit·geberin:
Max ganzen Namen
Max Adresse
Max arbeitet jetzt in dieser Firma.
Wie viele Stunden arbeitet Max in der Firma?
Arbeitet Max Voll·zeit oder Teil·zeit oder geringfügig.

Dienst·zeugnis
In einem Dienst·zeugnis steht:
Allgemeine Informationen über Max
Name von Max Arbeit·geber oder Arbeit·geberin
Wie lange arbeitet Max schon bei der Firma?
Welche Aufgaben macht Max in der Fima?

Es gibt auch ein qualifiziertes Dienst·zeugnis.
Darin kann stehen:
Wie gut arbeitete Max?
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin muss ein Dienst·zeugnis schreiben.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin muss nicht:
Ein qualifiziertes Dienst·zeugnis schreiben.


Im Dienst·zeugnis darf nicht stehen:
Etwas Schlechtes über Max.
Warum?
Vielleicht sucht Max nach einen neuen Job.
Dann ist das ein Nachteil.
Im Dienst·zeugnis steht eine Beschreibung von Max Tätigkeiten.
Max hat verschiedene Tätigkeiten in der Firma gemacht.
Alle diese Tätigkeiten stehen im Dienst·zeugnis.
Max hat früher andere Tätigkeiten in der Firma gemacht.
Auch das muss im Dienst·zeugnis stehen.
Max hat das Recht:
Er bekommt am Ende des Dienst·verhältnisses ein Arbeits·zeugnis.
Max kann auch ein Zwischen·zeugnis bekommen.
Das heißt:
Max arbeitet noch bei der Firma.
Max bekommt ein Zwischen·zeugnis.
Max muss keinen Grund sagen:
Warum er ein Zwischen·zeugnis will.

Wie lange kann Max nach einem Dienst·zeugnis fragen?
Bis 30 Jahre nach Ende seines Arbeits·verhältnisses.
Aber Max soll sofort nach der Kündigung nach seinem Dienst·zeugnis fragen.
Arbeit·geber und Arbeit·geberin dürfen nichts Negatives über Max schreiben.

Empfehlungs·schreiben:
Ein Empfehlungs·schreiben ist ein Schreiben.
Eine Person schreibt eine Empfehlung für Max.
Ein Empfehlungs·schreiben ist aus der Perspektive einer Person.
Die Person schreibt:
Wie war ihre Zusammen·arbeit mit Max?
Wie beurteilt sie Max Persönlichkeit?
Wie beurteilt sie Max soziale Fähigkeiten?
Wer schreibt das Empfehlungs·schreiben?
Eine Person, die mit Max schon zusammen gearbeitet hat.
Zum Beispiel: ein früherer Chef oder eine Chefin
ein Lehrer oder eine Lehrerin
Wer darf ein Empfehlungs·schreiben nicht schreiben?
Ein Freund oder eine Freundin von Max.
Verwandte von Max.

Jetzt weiß Max:
Was ist eine Arbeits·bestätigung?
Was ist ein Dienst·zeugnis?
Was ist ein Empfehlungs·schreiben?
Was ist der Unterschied?
Wie bekommt er diese Dokumente?

Arbeitsvertrag

Arbeits·vertrag
Max hat eine Job·zusage bekommen.
Seine neue Arbeit·geberin sendet ihm einen Arbeits·vertrag.
Max soll den Arbeits·vertrag lesen und unterschreiben.
Der Vertrag ist sehr lang.
Max versteht den Vertrag nicht.
Max ist besorgt.


Hier ist eine Erklärung für Max:
Der Arbeits·vertag wird zwischen Max und seiner Arbeit·geberin abgeschlossen.
Max und seine Arbeit·geberin müssen sich an den Vertrag halten.
Das schwere Wort dafür ist: zweiseitig verbindlicher Vertrag.
Max und seine Arbeit·geberin haben Rechte und Pflichten.


Max muss die Arbeit machen.
Die Arbeit·geberin muss das Gehalt zahlen.
Der Arbeits·vertrag ist sehr wichtig.
Der Arbeits·vertrag gilt so lange Max bei der Firma arbeitet.
Rechte und Pflichten stehen:

  • im Gesetz.
  • im Kollektiv·vertrag.
    Was ist ein Kollektiv·vertrag?
    Das wird im Video „Kollektiv·vertrag und Gehalts·höhe“ erklärt.
  • in der Betriebs·vereinbarung.
    Was ist eine Betriebs·vereinbarung?Das sind Regeln zwischen der Firma und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.
  • im Arbeits·vertrag.

Im Arbeits·vertrag steht:

  • Adresse der Arbeit·geberin
  • Adresse von Max
  • Beginn des Arbeits·verhältnisses.
    Das heißt: Wann ist der erste Arbeits·tag?
  • Gibt es eine Befristung?
    Das heißt: Steht fest: Wann endet das Arbeits·verhältnis.
    Wann endet die Befristung?
  • Kündigungs·frist und Kündigungs·termin
    Kündigungs·frist heißt:
    Die Arbeit·geberin will Max kündigen.
    Sie muss Max eine bestimmte Zeit vorher sagen:
    Du wirst gekündigt.
    Die Zeit vom Sagen bis zum letzten Arbeits·tag ist die Kündigungs·frist.
  • Arbeits·ort
  • Einstufung laut Kollektiv·vertrag oder Betriebs·vereinbarung
    Das heißt: Wie viel Gehalt bekomme ich laut Kollektiv·vertrag oder Betriebs·vereinbarung
  • Tätigkeit
  • Gehalt (Grund·gehalt und vielleicht gibt es Zulagen, Prämien und so weiter)
    Ein Beispiel für eine Zulage ist:
    Max muss in der Nacht arbeiten.
    Max bekommt dafür mehr Geld.
    Ein Beispiel für eine Prämie ist:
    Max Arbeit·geberin setzt ihm ein hohes Ziel.
    Max erreicht dieses Ziel.
    Als Belohnung bekommt Max dafür mehr Geld.
    Das ist eine Prämie.
  • Fälligkeit des Gehalts.
    Das heißt: Wann wird das Gehalt ausgezahlt?
  • Urlaubs·anspruch pro Jahr in Arbeits·tagen.
    Das heißt: Wie viele Tage pro Jahr kann sich Max Urlaub nehmen?
  • Arbeitszeit: wöchentliche Normal·arbeits·zeit.
    Das heißt: Wie viele Stunden pro Woche muss Max arbeiten?
  • Verteilung der Normal·arbeits·zeit auf Wochen·tage.
    Das heißt: An welchen Wochen·tagen muss Max arbeiten?
    Zu welcher Uhrzeit ist Max Arbeits·beginn und das Arbeits·ende?
  • Welcher Kollektiv·vertrag oder welche Betriebs·vereinbarung trifft zu?
    Wo kann Max den Inhalt vom Kollektiv·vertrag und von der Betriebs·vereinbarung nachlesen?
  • Name und Anschrift der Mitarbeiter·vorsorge·kasse.
    Mitarbeiter·vorsorge·kasse bedeutet:
    Max Arbeit·geberin zahlt etwas in die Mitarbeiter·vorsorge·kasse ein.
    Max kündigt oder geht in Pension.
    Max bekommt den eingezahlten Betrag.

Was sind die Merkmale eines Arbeits·vertrags?

  • Persönliche Abhängigkeit.
    Das heißt:
    Max Arbeit·geberin gibt ihm eine Aufgabe.
    Max muss diese Aufgabe machen.
  • Persönliche Arbeits·pflicht.
    Das heißt: Max muss die Arbeit selbst machen.
    Niemand anderer darf die Arbeit für ihn machen.
  • Max muss eine bestimmte Zeit lang arbeiten.
    Max garantiert keinen Erfolg.
    Erreicht Max Ziele nicht,
    wird Max trotzdem dafür bezahlt.
  • Max braucht Arbeits·mittel.
    Ein Arbeits·mittel ist zum Beispiel ein Computer.
    Die Arbeit·geberin gibt Max die Arbeits·mittel.
  • Max ist ein Teil der Firma.
  • Hat Max Erfolge kommt das der Arbeit·geberin zu gute.
    Hat Max Misserfolg, trägt die Arbeit·geberin das Risiko.

Im Gesetzt steht nicht, wie ein Vertrag sein muss.
Ein Arbeits·vertrag kann schriftlich oder mündlich sein.
Die Empfehlung ist:
Der Vertrag soll schriftlich sein.
Max Arbeit·geberin schreibt einen Arbeits·vertrag.
Max liest den Vertrag.
Max soll alles verstehen.
Max soll überprüfen:
Max hat etwas mündlich mit der Arbeit·geberin besprochen.
Steht das auch im Vertrag.
Es steht etwas anderes im Vertrag.
Max muss mit der Arbeitgeberin reden.
Es steht das Gleiche im Vertrag.
Max kann den Vertrag unterschreiben.


Es kann zu Änderungen im Arbeits·vertrag kommen:
Zum Beispiel:
An welchen Tagen muss Max arbeiten?
Wie viele Stunden muss Max arbeiten?
Dazu gibt es keine Gesetze.
Das steht nicht im Kollektiv·vertrag.
Das steht nur im Arbeits·vertrag.
Das heißt: Einzelvertragliche Vereinbarungen.
Max und seine Arbeit·geberin wollen beide eine Änderung.
Der Arbeits·vertrag kann geändert werden.


Jetzt versteht Max seinen Arbeits·vertrag.
Max liest den Arbeits·vertrag.
Alles ist so, wie besprochen.
Max unterschreibt den Arbeits·vertrag.
Max beginnt den neuen Job.

Bewerbungsgespräch

Bewerbungs·gespräch
Max hat eine Einladung zu einem Bewerbungs·gespräch.
Max ist glücklich.
Max ist auch nervös.
Max hat viele Fragen:
Was passiert beim Bewerbungs·gespräch?
Wie bereite ich mich auf das Bewerbungs·gespräch vor?


Hier ist eine Erklärung für Max:
Max bewirbt sich auf den Job.
Das Bewerbungs·gespräch ist ein Gespräch zwischen Max und einem Vertreter oder einer Vertreterin der Firma.
Zuerst schickt Max ein Bewerbungs·schreiben.
Dann ist das Bewerbungs·gespräch.
Das Bewerbungs·gespräch ist persönlich, per Telefon oder per Video·telefonie.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin will wissen:
Kann Max die fachlichen Aufgaben des Jobs machen?
Passt Max sozial in die Firma.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin fragt Max viel.
Max hat Profile auf sozialen Medien zum Beispiel Facebook oder Instagram.
Vielleicht hat der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin Max‘ Profile auf den sozialen Medien angeschaut.
Vielleicht fragt der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin über Max Profile auf den sozialen Medien.


Max erfährt im Bewerbungs·gespräch:
Welche Möglichkeiten habe ich in der Firma?
Welche Karriere·möglichkeiten habe ich?
Welche Fortbildungen kann ich machen?
Im Bewerbungs·gespräch sieht Max:
Stimmt mein Wissen über die Firma?
Diese Informationen helfen Max bei seiner Entscheidung.
Max muss sich entscheiden:
Will ich in dieser Firma arbeiten?


Max bereitet sich auf das Bewerbungs·gespräch vor.
Max nimmt sich Zeit für die Vorbereitung.
Max denkt über die Kommunikations·situation nach.
Max findet Informationen über die Firma.
Max überlegt:
Was wird in Bewerbungs·gesprächen oft gefragt?
Max überlegt sich Antworten auf diese Fragen.
Im Bewerbungs·gespräch ist wichtig:
Max kann gut mit seinem Arbeit·geber oder seiner Arbeit·geberin kommunizieren
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin versteht Max gut:
Dann kann Max den Job bekommen.
Max ist gehörlos.
Max muss überlegen:
Brauche ich einen Dolmetscher oder eine Dolmetscherin für das Bewerbungs·gespräch?


Max informiert sich über die Firma.
Das ist wichtig.
Max weiß:
Welche Produkte hat die Firma?
Ist die Firma an sozialen Themen interessiert?
Wie sieht die Webseite der Firma aus?
Welche Kleidung haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen?

Manche Fragen kommen im Bewerbungs·gespräch oft vor:

  • Bitte stellen Sie sich kurz vor?
    Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin will wissen:
    Kann Max seine Fähigkeiten und seinen Lebensweg gut zusammenfassen?
  • Beschreiben Sie ihre Stärken und Schwächen!
    Bewerber und Bewerberinnen machen im Bewerbungs·gespräch eine Selbst·präsentation.
    Am Anfang sagt Max seine Stärken.
    Er gibt Beispiele für seine Stärken.
    Hier ist ein Beispiel:
    „Arbeit im Team ist meine Stärke.
    Ich bin Fußballspieler.
    Ich weiß:
    Ein gutes Team ist wichtig für Erfolg“
    Hier ist noch ein Beispiel:„Kommunikation ist meine Stärke.
    Ich bin gehörlos.
    Manchmal ist Kommunikation für mich schwer.
    Ich kann Dolmetscher und Dolmetscherinnen organisieren.
    Ich kann meinen Kollegen und Kolleginnen schreiben.
    Ich kann Kollegen und Kolleginnen Gebärdensprache lernen“.

Wichtig ist:
Max muss die Wahrheit sagen.
Max zeigt im Bewerbungs·gespräch:
Mit meiner Arbeit kann ich die Aufgaben im Job erfüllen.
Max kommt für die Stelle in Frage.


Details zu Österreich:
Auf diese Fragen muss Max nicht antworten:

  • Was ist Ihre Religion?
  • In welchen Verein sind Sie Mitglied?
  • Was ist Ihre politische Orientierung?Das heißt: Welche Politik unterstützt Max.
  • Was ist Ihr Familienstand?
  • Das heißt: Ist Max verheiratet? Ist Max geschieden? Ist Max ledig?
  • Haben Sie Kinder?
  • Wollen Sie Kinder?

Das sind private Themen.
Diese Themen haben nichts mit Max Arbeit zu tun.


Es gibt ein Vorstrafen·register.
Darin steht:
Ist Max vorbestraft.
Das heißt: Max hat schon ein Verbrechen begangen.
Gibt es eine Verbindung zwischen dem Verbrechen und Max Job,
dann muss Max sein Vorstrafen·register herzeigen.
Gibt es keine Verbindung,
muss Max sein Vorstrafen·register nicht herzeigen.
Zum Beispiel:
Max hat in der Vergangenheit Geld gestohlen.
Max will in einer Bank arbeiten.
Es gibt eine Verbindung.
Er muss sein Vorstrafen·register herzeigen.


Max hat keine ansteckende Krankheit.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin darf Max keine Frage zu seiner Gesundheit stellen.
Max hat eine ansteckende Krankheit:
Max kann eine Gefahr für seine Kollegen und Kolleginnen sein:
Max muss den Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin über die Krankheit informieren.


Max weiß jetzt:
Was passiert in einem Bewerbungs·gespräch.
Wie bereite ich mich auf ein Bewerbungs·gespräch vor.
Wir wünschen Max viel Glück!

Bewerbungsschreiben

Bewerbungs·schreiben
Julia hat eine Stellen·ausschreibung gefunden.
Die Stellen·ausschreibung interessiert Julia.
Julia will wissen:
Wie bewerbe ich mich auf die Stellen·ausschreibung?

Hier ist eine Erklärung für Julia:
Eine Bewerbung hat zwei Teile:
Eine schriftliche Bewerbung.
Das ist das Bewerbungs·schreiben.
Eine mündliche Bewerbung.
Das ist das Bewerbungs·gespräch.
Zuerst schreibt Julia die schriftliche Bewerbung.
Das ist Julias erster Kontakt zum Arbeit·geber oder zur Arbeit·geberin.
Julia will einen guten Eindruck machen.
Sie schreibt:
Ich kann die Aufgaben gut machen.
Das Bewerbungs·schreiben hat 4 Teile:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf mit Foto
  • Anhang
  • Referenzen
    Das sind: Beweise für die Fähigkeitn von Julia, zum Beispiel: ein Zeugnis.


Das Anschreiben ist der erste Eindruck des Arbeit·gebers oder der Arbeit·geberin über Julia.
Das Anschreiben soll 1 A4 Seite lang sein.
Im Anschreiben erklärt Julia:
Warum bewerbe ich mich für diesen Job?
Warum kann ich diesen Job gut machen?

Es gibt eine Stellen·ausschreibung für den Job.
Dort stehen Anforderungen für den Job.
Julia verbindet im Text ihre Fähigkeiten und Interessen mit den Anforderungen.
Am Anfang des Anschreibens ist eine Anrede.
Julia sucht: Wer ist die Ansprech·person?
Julia schreibt die Ansprech·person direkt an.
Zum Beispiel: Liebe Frau Maier!
Dann ist das Anschreiben persönlich.
Der Lebenslauf enthält folgende Daten:

  • Name
  • Adresse
  • E-Mail Adresse
  • Telefon·nummer
  • Geburts·datum
  • Geburts·ort
  • Nationalität

Julia zählt im Lebenslauf folgendes auf:

  • Berufliche Qualifikation
  • Ausbildung
  • Beruflicher Werdegang
  • Persönliche Interessen
  • Freiwillige Arbeit

Beispiel: Julia leitet eine gehörlose Jugend·gruppe.
Julia schreibt das in die Bewerbung.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin weiß:
Julia kann Verantwortung übernehmen.

Der Lebenslauf sieht aus wie eine Tabelle.
Im Lebenslauf stehen Ausbildung und Berufs·tätigkeiten.
Oben stehen die aktuellen Ausbildungen und Berufs·tätigkeiten.
Unten stehen die alten Ausbildungen und Berufs·tätigkeiten.
Julia schreibt das aktuelle Datum auf den Lebenslauf.
Julia druckt den Lebenslauf aus.
Julia unterschreibt den Lebenslauf persönlich.
Julia unterschreibt am besten mit Tinte.
Das wirkt persönlich.
Julia unterschreibt mit vollem Vornamen und Nachnamen.

Im Anhang sind Dokumente:

  • letztes Schul·zeugnis
  • Ausbildungs·zeugnis
  • Studien·abschluss·zeugnis
  • Arbeits·zeugnisse von früheren Arbeit·gebern und Arbeit·geberinnen
  • Zeugnisse von Fortbildungen

Diese Dokumente belegen Julias Fähigkeiten.
Vielleicht sind auch andere Dokumente für den Job wichtig.
Dann kann Julia diese anhängen:

  • Führer·schein
  • Sprach·diplom
  • Bestätigung über freiwillige Arbeit.

Julia soll immer Kopien von den Dokumenten senden!
Jetzt weiß Julia:
Wie bewerbe ich mich auf einen freien Job!
Wir wünschen Julia alles Gute für ihre Bewebung!

Home-Office

Home-Office
Max kann im Home-Office arbeiten.
Max weiß nicht:
Was heißt das?
Wie gestaltet er seinen Arbeits·tag?
Welche Regeln des Arbeits·recht gelten?


Home-Office Erklärung
Max arbeitet normalerweise in einem Büro in seiner Firma.
Manchmal arbeitet Max von zu Hause aus.
Das heißt Home-Office.
Für Arbeit im Home-Office braucht Max eine gute technische Ausstattung.
Zum Beispiel: eine gute Internet·verbindung


Nachteile von Home-Office
Max arbeitet im Home-Office.
Er fühlt sich alleine.
Warum?
Der persönlicher Kontakt und Kommunikation mit Kollegen und Kolleginnen fehlt.
Im Home-Office ist manches schwerer:
Die Organisation vom Arbeits·platz.
Die Organisation der Arbeits·zeit.
Nur manche Personen haben zu Hause einen ruhigen Arbeits·platz.
Max arbeitet zu Hause:
Es ist für ihn schwerer Grenzen zwischen Arbeit und Frei·zeit zu ziehen.
Im Büro spricht Max mit Kollegen und Kolleginnen.
Das sind Pausen.
Diese Pausen gibt es im Home- Office nicht.
Max arbeitet im Home -Office:
Vielleicht arbeitet er mehr.
Warum?
Er will noch etwas fertig machen.
Im Home-Office gibt es mehr Ablenkung.
Zum Beispiel: Haushalts·tätigkeiten.


Vorteile von Home-Office
Max hat zu Hause einen guten Arbeits·platz.
Er kann sich ganz seiner Arbeit widmen.


Home-Office verbessert die Anpassungs·fähigkeit.
Max kann in der Firma arbeiten.
Max kann auch zu Hause arbeiten.
Arbeit im Home-Office verbessert:

  • Verantwortung
  • Disziplin
  • Kreatives Denken


Home-Office spart Zeit.
Der Arbeits·weg fällt weg.
Max sitzt nicht in der U-Bahn oder im Auto.
Max kann die Zeit für etwas anderes Nutzen:

  • Persönliche Weiter·entwicklung
  • Gespräche mit der Familie
  • Schlaf

Home-Office ist bequem.
Max braucht für Home Office:

  • Disziplin
  • Motivation
  • Entschlossenheit


Empfehlungen für Home-Office:
Max teilt seine Arbeits·zeit in Einheiten von 30 Minuten ein.
Max arbeitet 25 Minuten.
Dann macht Max 5 Minuten Pause.
In der Pause lenkt sich Max ab.
Nach 4 mal 30 Minuten macht Max eine Pause von 10 bis 30 Minuten.
Am Morgen macht Max eine schwierige Aufgabe.
Max hat die Aufgabe geschafft.
Max ist zufrieden.
Max arbeitet motiviert weiter.

Max kann nicht alles auf einmal machen.
Max entscheidet: Was mache ich zuerst?
Dafür fragt Max:
Was ist Wichtig?
Was ist unwichtig?
Was ist dringend?
Was kann warten?

Max will Team·gefühl und Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen spüren.
Max verwendet Video·telefonie

Details zu Österreich:
Max arbeitet im Home-Office.
Es gilt das Arbeits·recht.

Es gibt kein Recht auf Home-Office.
Max muss Home-Office mit seinem Arbeit·geber oder seiner Arbeit·geberin vereinbaren.
Im Home-Office gelten die gleichen Arbeits·zeiten, wie am Arbeits·platz.
Also gleicher Arbeits·beginn, Arbeits·ende und Arbeits·dauer.
Max will sich die Zeit zu Hause flexibel einteilen:
Max muss das mit dem Arbeit·geber oder der Arbeit·geberin vereinbaren.
Im Home·office ist Arbeits·zeit·aufzeichnung sehr wichtig.
Arbeits·zeit·aufzeichnung heißt:
Max schreibt auf:
Wann beginne ich zu arbeiten?
Wann und wie lange mache ich Pause?
Wann höre ich auf zu arbeiten?


Es gibt keine Regeln für Arbeits·unfälle im Home-Office.
Max arbeitet in einem Raum.
Nur Unfälle beim Arbeiten in diesem Raum sind Arbeits·unfälle
Max geht in der Arbeits·zeit auf die Toilette.
Max hat einen Unfall auf der Toilette.
Das ist ein anderer Raum.
Das gilt nicht als Arbeits·unfall.
Während der Corona·krise gab es eine Regelung:
Alle Unfälle im Home-Office sind Arbeits·unfälle.


Max braucht Ausstattung und Materialien zum Arbeiten im Home-Office.
Max Arbeit·geber oder Arbeit·geberin muss diese zu Verfügung stellen.
Max muss nichts selbst kaufen.
Max hat zusätzliche Kosten wegen der Arbeit im Home-Office
Zum Beispiel: Telefon·rechnung, Internet·rechnung.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin muss das zurückzahlen.
Am besten einigen sich Max und sein Arbeit·geber oder seine Arbeit·geberin:
Es gibt eine Pauschale für Kompensations·kosten.
Pauschale heißt: eine fixe Summe Geld.
Kompensations·kosten heißt: Geld als Ersatz für Kosten bekommen.
Wann sollen sie sich einigen?
Bevor Max die Arbeit im Home-Office beginnt.
Max hat kleine Ausgaben.
Zum Beispiel für: Papier, Stifte, USB-Sticks
Max hebt die Rechnungen auf.
Max gibt die Rechnungen seinem Arbeit·geber oder seiner Arbeit·geberin.


Jetzt weiß Max:
Wie kann er gut im Home-Office arbeiten.
Welche Regeln des Arbeits·rechts gelten im Home-Office.

Kollektivvertrag und Gehaltshöhe

Kollektiv·vertrag und Gehalts·höhe
Julia will wissen:
Wie viel wird sie in ihrem neuen Job verdienen?
Julia glaubt:
Das steht im Kollektiv·vertrag.
Julia weiß nicht:
Was ist ein Kollektiv·vertrag?


Hier ist eine Erklärung für Julia:
Im Arbeits·vertrag steht:
Wie viel verdiene ich beim Job?
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin und Julia vereinbaren das Gehalt.
Außer: Es gibt besondere Regeln.
Eine besondere Regel ist der Mindest·lohn.
Mindest·lohn bedeutet:
So viel muss ein Arbeit·nehmer oder eine Arbeit·nehmerin mindestens verdienen.
Ein Gehalt unter dem Mindest·lohn ist verboten.

Julia hat viele Qualifikationen.
Julia wird gut bezahlt.
Julia hat wenige Qualifikationen.
Julia wird schlecht bezahlt.
Hier sind Beispiele:
Eine Hilfs·arbeiterin verdient wenig.
Eine Fach·arbeiterin verdient mehr.
Eine Gesellin verdient wenig.
Eine Meisterin verdient viel.
Eine Berufs·einsteigerin verdient wenig.
Eine langjährige Mitarbeiterin verdient mehr.

Julia hat viel Verantwortung im Job.
Julia wird gut bezahlt.
Julia hat wenig Verantwortung im Job.
Julia wird schlechter bezahlt.
Hier ist ein Beispiel:
Julia leitet viele Bau·arbeiter und Bau·arbeiterinnen.
Julia hat viel Verantwortung.
Julia verdient mehr.
Jemand arbeitet als Bau·arbeiter oder Bau·arbeiterin.
Er oder sie hat weniger Verantwortung.
Er oder sie verdient weniger.

Vor langer Zeit wuchs die Industrie in Europa.
Die Fabriken brauchten viele Menschen als Arbeits·kräfte.
Die Arbeits·kräfte waren arm.
Die Arbeits·kräfte lebten am Land.
Die Arbeits·kräfte mussten den Lohn der Arbeit·geber oder der Arbeit·geberinnen akzeptieren.
Akzeptieren die Arbeits·kräfte den Lohn nicht.
Dann können die Arbeits·kräfte nicht arbeiten.
Deshalb waren die Löhne niedrig.
Es gab viel Armut.
Die Arbeits·kräfte haben Gewerkschaften gegründet.
Die Gewerkschaften fordern: höhere Löhne.
In der Gewerkschaft sind viele Arbeit·nehmer und Arbeit·nehmerinnen.
Sie überreden Arbeit·geber und Arbeit·geberinnen:
Bezahlt uns mehr Gehalt.
Deshalb protestierten und streikten die Arbeit·nehmer und Arbeit·nehmerinnen.
So sind Kollektiv·verträge entstanden.

Im Kollektiv·vertrag steht:
Wie viel Geld bekommen alle Personen in diesem Arbeits·feld bezahlt?
Kollektiv·verträge werden zwischen Arbeit·gebern und Arbeit·geberinnen und Gewerkschaften abgeschlossen.
Im Kollektiv·vertrag steht das Mindest·gehalt.
Im Kollektiv·vertrag steht auch:
Welche Rechte und Pflichten hat Julia?
Welche Rechte und Pflichten hat Julias Arbeit·geber oder Arbeit·geberin?
Beispiele dafür sind:
Julia hat das Recht:
Sie bekommt das Mindest·gehalt laut Kollektiv·vertrag.
Julia hat die Pflicht:
Sie hält ihre Arbeits·zeiten ein.
Im Kollektiv·vertrag steht auch:
Urlaubs·anspruch
Warum?
Manche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben mehr Urlaub
Andere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben weniger Urlaub.
Arbeits·bedingungen
Im Kollektiv·vertrag steht:
Wie viele Stunden pro Woche sind die Normal·arbeits·zeit.
Das heißt: Wie viele Stunden pro Woche muss Max arbeiten?
In manchen Kollektiv·verträgen ist die Normal·arbeits·zeit 40 Stunden pro Woche.
In anderen Kollektiv·verträgen ist die Normal·arbeits·zeit nur 38,5 Stunden pro Woche.

Manchmal gibt es keinen Kollektiv·vertrag.
Dort wird ein ähnliches Gehalt wie in ähnlichen Firmen, Arbeits·feldern oder Regionen gezahlt.

Jetzt weiß Julia:
Wovon hängt die Höhe des Gehalts ab?
Was ist ein Kollektiv·vertrag?

Konflikte am Arbeitsplatz

Konflikte am Arbeits·platz
Julia und Max arbeiten in der gleichen Firma.
Der Arbeits·platz ist wichtig im Leben.
Man verbringt viel Zeit dort.
Man verbringt viel Zeit mit Kollegen und Kolleginnen.
Die Menschen arbeiten viel zusammen.
Dann kann es Konflikte geben.
Das ist normal.
Was sollen Julia und Max bei Konflikten am Arbeits·platz machen?

Das Problem erkennen.
Max und Julia überlegen:
Warum ist das Problem entstanden?
Sie sollen die Sicht des anderen einnehmen.
Dann überlegen sie?
Was habe ich zum Konflikt beigetragen?

Den ersten Schritt machen!
Max und Julia sollen kleine Probleme gleich ansprechen.
Wo?
An einem ruhigen Ort.
Wann?
Zu einem Zeitpunkt der für beide gut ist.

Das Konflikt·gespräch gestalten.
Max regt Julias Verhalten auf.
Max kann Julias Verhalten nicht verstehen.
Max soll Julia fragen:
Warum verhältst du dich so?
Julia kann einen Grund dafür sagen.
Oder: Julia wusste nicht,
dass Max ihr Verhalten stört.
Max fragt nach.
Dann kann Julia erklären.

Dem anderen zuhören!
Das ist wichtig bei einem Konflikt·gespräch:
Die Sicht der anderen Person verstehen.
Man braucht viel Zeit für das Gespräch.
Gefühle, Gedanken und Erfahrungen sollen beschrieben werden.
Max und Julia sollen einander ausreden lassen.
Das kann schwer sein,
aber es ist wichtig!

Ruhig reagieren.
Max sagt etwas Verletzendes.
Julia soll warten.
Dann soll Julia ein neues Gespräch suchen.
In der Warte·zeit kann es sein:
Julia hat etwas falsch verstanden.
Es war ein Missverständnis.

Lösungen finden
Manchmal können Max und Julia den Konflikt alleine beenden.
Zuerst wird das Problem diskutiert.
Dann suchen sie eine gemeinsame Lösung.
Das ist wichtig.
Die Lösung zielt auf die Zukunft ab.
Die Lösung legt fest:
Was können Julia und Max in Zukunft besser machen.

Wird ein Konflikt nicht gelöst,
kann das ein Grund für Mobbing sein.
Mobbing bedeutet:
Eine Person wird immer wieder von Kollegen und Kolleginnen ausgegrenzt oder angegriffen.
Mobbing führt zu einem schlechten Arbeits·umfeld.
Dem Mobbing·opfer wird die Schuld gegeben.
Typisch für Mobbing ist:
Eine Person wird immer wieder attackiert.
Es gibt keinen guten Grund dafür.
Die Belästigung ist systematisch.
Das heißt:
Die Belästigung passiert immer wieder.
Die Belästigung hat das Ziel die Person vom Arbeits·platz zu vertreiben.
Die Person wird nicht mit Respekt behandelt.
Die Handlugen passieren über eine lange Zeit.


Ein Gespräch zwischen Mobbern oder Mobberinnen und Gemobbten kann helfen.
Manchmal weiß der Mobber nicht:
Mein Handeln verletzt die andere Person.
Das funktioniert nicht immer.
Dann soll sich das Opfer dem Arbeit·geber oder der Arbeit·geberin sagen:
Ich werde gemobbt.
Dann kann die Person Ansprüche für Schadens·ersatz oder Schmerzens·geld bekommen.
Schadens·ersatz oder Schmerzens·geld bedeutet die Person bekommt wegen dem Mobbing Geld.
Die Person soll jeden Tag aufschreiben:
Wie sie gemobbt wird.
Kann ein Konflikt nicht im direkten Gespräch gelöst werden.
Soll eine andere Person dabei sein.
Zum Beispiel:
Ein Vorgesetzter oder eine Vorgesetzte
Jemand aus der Personal·abteilung
Jemand aus dem Betriebs·rat.
Die Behinderten·vertrauens·person
Man kann auch eine Mediator oder eine Mediatorin holen.
Der Mediator oder die Mediatorin hilft eine gemeinsame Lösung zu finden.

Details zu Österreich
Julia und Max sind von Mobbing betroffen.
Das gehört zur Fürsorge·pflicht des Arbeit·gebers oder der Arbeit·geberin.
Fürsorge·pflicht heißt:
Die Arbeit muss so sein:
Leben, Gesundheit und Würde der Angestellten sind geschützt.
Wird der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin über Mobbing informiert.
Muss er oder sie die betroffene Person schützen.

Max und Julia sind erleichtert.
Sie wissen:
Wie können wir Konflikte lösen
Was machen wir bei Mobbing.

Nicht-Diskriminierung, Barrierefreiheit und Kompensation für Benachteiligungen

Nicht-Diskriminierung, Barriere·freiheit und Kompensation für Benachteiligungen
Julia weiß:
Gehörlose werden am Arbeits·markt diskriminiert.
Julia fragt:
Was ist Diskriminierung?


Hier ist eine Erklärung.
Diskriminierung bedeutet:
Eine Person wird anders behandelt.
weil sie ein bestimmtes Merkmal hat.


Es gibt die Charta der Grund·rechte der Europäischen Union.
Charta ist das schwere Wort für ein Dokument.
Grund·rechte heißt:
Diese Rechte gelten für alle.
Laut der Charta ist Diskriminierung verboten.
Diskriminierung ist verboten aufgrund von:

  • Geschlecht
  • Rasse
  • Haut·farbe
  • Ethnische Herkunft
    Eine Ethnie ist eine soziale Gruppe mit Gemeinsamkeiten:
    Zum Beispiel: Selbst·bezeichnung, Sprache, Geschichte, Kultur, Abstammung.
  • soziale Herkunft
  • körperliche Merkmale
    Zum Beispiel Körper·größe, Haut·farbe, manche Krankheiten.
  • Sprache
  • Religion
  • Welt·anschauung
  • politische Ansicht
  • andere Ansichten
  • Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit
    Das ist eine ethnische Minderheit, die laut der Verfassung von dem Land bestimmte Rechte hat. Diese Rechte sind zum Beispiel Sprachförderung.
  • Geld und Besitz
  • Geburt
  • Behinderung
  • Alter
  • sexuelle Orientierung

Barriere·freiheit ist eine Voraussetzung für Nicht-Diskriminierung.
Barriere·freiheit bedeutet:
Etwas kann gut von Menschen mit Behinderung genutzt werden.
In der Europäischen Union gibt es eine Richtlinie zu Barriere·freiheit.
Eine Richtlinie ist eine Empfehlung.
Man muss das nicht machen.
Die Richtlinie sagt:
Der Binnenmarkt für barriere·freie Produkte und Dienst·leistungen soll besser funktionieren.
Binnenmarkt bedeutet:
Der Wirtschafts·raum innerhalb der Europäischen Union.
Wie?
Jetzt haben Mitglieds·staaten der Europäischen Union verschiedene Regeln.
Die Regeln werden angepasst.

Die Richtlinie führt zu:
Weniger Hindernisse beim Zugang zu Transport, Bildung und dem offenen Arbeits·markt
Mehr freie Jobs.
Für diese Jobs braucht man Wissen zum Thema Barriere·freiheit.

Diskriminierung passiert am Arbeits·platz.
Dort ist sie verboten.
Wann?

  • Bei dem Beginn eines Arbeits·verhältnisses.
  • Bei der Festlegung des Gehalts
  • Bei der Teilnahme an Weiter·bildungen.
  • Bei Aufstieg und Beförderungen im Beruf
  • Am Ende des Arbeits·verhältnisses

Auch sexuelle Belästigung oder Belästigung wegen dem Geschlecht ist Diskriminierung.
Sexuelle Belästigung heißt:
Eine Person macht oder sagt etwas Sexuelles.
Die andere Person will das nicht.

Eine Person wird diskriminiert.
Sie hat ein Recht auf Kompensation.
Kompensation heißt:
Jemand hat einen Schaden erlitten.
Als Wiedergutmachung bekommt die Person eine Entschädigung.

Details zu Österreich:
In Österreich gibt es das Behinderten·einstellungs·gesetz.
Das Behinderten·einstellungs·gesetz verbietet Diskriminierung von Menschen mit Behinderung.
Wann?

  • Bei Beginn des Arbeits·verhältnisses.
  • Bei Festlegung des Gehalts
  • Bei Arbeits·bedingungen
  • Bei Weiter·bildungs·möglichkeiten
  • Beförderungen
  • Bei Beendigung des Arbeits·verhältnisses


Eine Fima in Österreich hat mehr als 25 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Diese Firma muss pro 5 Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen eine Person mit Behinderung einstellen.
Menschen mit Behinderung bekommen finanzielle Hilfe.
Arbeit·geber oder Arbeit·geberinnen von Menschen mit Behinderung bekommen finanzielle Hilfe.
Die finanzielle Hilfe kommt vom:

  • Sozialministeriums·service
  • Arbeits·markt·service, dem AMS
  • Sozialversicherung
  • Bundesregierung

Mit der finanziellen Hilfe wir der Arbeits·platz für den Menschen mit Behinderung angepasst.
Die Anpassung der Ausstattung wird gezahlt.
Technische Assistenz wird gezahlt.
Technische Assistenz heißt:
Julia wird unterstützt:
Beim Finden passender technischer Ausstattung für den Arbeits·platz
Bei der Beantragung der Hilfs·geräte
Bei der Bezahlung der Hilfs·geräte.


Jetzt weiß Julia:
Was ist Diskriminierung.
Vielleicht wird Julia Arbeits·platz diskriminiert wird.
Dann weiß sie:
Wen kann ich fragen.

Selbstauskunft

Selbst·auskunft
Max hat ein Vorstellungs·gespräch.
Max weiß nicht:
Wie viel soll er über seine Behinderung sagen?
Was sind die Vorteile davon?
Was sind die Nachteile davon?


Hier ist eine Erklärung für Max:
Selbst·auskunft heißt:
Max sagt anderen Personen Informationen über sich.
Zum Beispiel Kollegen und Kolleginnen oder Arbeit·gebern und Arbeit·geberinnen.


Die Informationen können oberflächlich sein.
Die Informationen können persönlich sein.
Das hat Vorteile.
Das hat Nachteile.


Die Vorteile sind:
Bessere Beziehungen zu Kollegen und Kolleginnen, Kunden und Kundinnen, Vorgesetzten
Aufbau von Verbindungen zu anderen Menschen
Konflikt·lösung
Aufbau von Vertrauen
Aufbau von Verständnis


Bei Menschen mit Behinderungen hängt es von der Behinderung ab:
Sollen sie Informationen vor dem Vorstellungs·gespräch sagen?
Sollen sie Informationen erst beim Arbeits·beginn sagen?


In Gesetzen steht:
Menschen mit Behinderung haben Vorteile:
Warum?
Damit es mehr Barriere·freiheit gibt.
Barriere·freiheit heißt:
Etwas kann gut von Menschen mit Behinderung genutzt werden.


Vorteile sind zum Beispiel:

  • Längerer Urlaub
  • Mehr Gehalt
  • Kürzere Arbeits·zeit
  • Anpassung des Arbeits·platzes

In manchen Stellen·ausschreibungen steht:
Bewerbungen von Personen mit Behinderung sind erwünscht.
In den meisten Ländern der Europäischen Union,
gibt es keine Pflicht zur Selbst·auskunft.
Gehörlose haben oft die Sorge:
Ich sage vor dem Vorstellungs·gespräch:
Ich bin Gehörlos.
Meine Bewerbung wird abgelehnt.


Details zu Österreich:
In Österreich gibt es die Bezeichnung „begünstigte Behinderte“.
Wer sind begünstigte Behinderte?
Personen mit einem Grad der Behinderung von mindesten 50 %.
Personen, die einen Antrag beim Sozial·minsteriums·service gestellt haben.
Begünstige Behinderte haben bestimmte Rechte:

  • Finanzielle Unterstützung
  • Kündigungs·schutz
  • Vielleicht mehr Urlaub

Arbeit·geber von begünstigen Behinderten müssen weniger Steuern zahlen.


Jetzt weiß Max:
Was sind Vorteile von Selbst·auskunft?
Was sind Nachteile von Selbst·auskunft?
Max kann entscheiden:
Was will ich meinen Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzen sagen?

Stellenausschreibung

Stellen·ausschreibung
Julia will einen Job finden.
Julia will wissen: Wo finde ich freie Jobs?
Was sind die Aufgaben im Job?
Wie bewerbe ich mich auf einen freien Job?


Hier ist eine Erklärung für Julia:
Ein Job ist frei.
Die Firma veröffentlicht eine Stellen·ausschreibung.
Stellen·ausschreibung bedeutet:
Die Firma gibt genaue Informationen über die freie Stelle.


Jetzt wissen die Menschen:
Ich kann mich für den Job bewerben.
Die Stellen·ausschreibungen sind im Internet oder in gedruckter Form in Zeitungen zu finden.
Die Firma sucht jemanden für eine Position.
Die Firma will Bewerbungs·schreiben bekommen.
Die Firma will Bewerbungen von passenden Kandidaten und Kandidatinnen.


Eine Stellenausschreibung hat mehrere Teile.
Die Stellenausschreibung gibt einen Überblick und wichtige Informationen über den Job.
Stellenausschreibungen findet Julia auf:

  • Firmenwebseiten,
  • auf speziellen Jobsuchplattformen,
  • beim Arbeitsmarkt·service (AMS),
  • in Newslettern,
  • auf Social·Media·Kanälen (zum Beispiel Facebook, Twitter …)


In der Stellen·ausschreibung steht:
Bis wann Julia ihre Bewerbung schicken muss.
Manchmal enthalten Stellen·ausschreibungen Anweisungen.
Zum Beispiel:
Welche Unterlagen muss Julia senden?
Wo muss Julia die Unterlagen hinsenden?

Stellen·ausschreibungen informieren Bewerber und Bewerberinnen über einen freien Job.
Bewerber und Bewerberinnen suchen einen Job.

Mit Stellen·ausschreibungen informieren Firmen über ein Job·angebot.
Firmen wollen passende Bewerber und Bewerberinnen zu finden.


In Stellen·ausschreibungen stehen Informationen über:

  • 1Jobbezeichnung
  • Arbeitsort
  • Verantwortlichkeiten im Job
  • Anforderungen an den Job
  • Firma und Vorteile
  • Bewerbungsanweisungen

Es gibt eine EU-Richtlinie.
Die EU-Richtlinie sagt:
Alle Stellen·ausschreibungen müssen „geschlechts·neutral“ sein.
Das bedeutet:
Alle Stellen·ausschreibungen müssen Männer und Frauen ansprechen.
In Österreich muss in jeder Stelle das kollektiv·vertragliche Mindestgehalt stehen.
Im Video „Kollektivvertrag“ findest du eine Erklärung zu „Was ist ein Kollektivvertrag“.
Mindestgehalt heißt: So viel Geld muss Julia mindestens bei dem Job verdienen.


Julia weiß jetzt:
Stellenausschreibungen sind einfach.
Julia weiß alles über Stellen·ausschreibungen.
Julia kann ihren Traum·job suchen.

Unterschiedliche Arbeitsverhältnisse

Unterschiedliche Arbeits·verhältnisse
Max sucht einen Job.
Er sieht oft die Wörter:

  • Arbeits·verhältnis
  • Freier Dienst·vertrag
  • Werk·vertrag.

Max ist verwirrt.
Max weiß nicht:
Was heißt das?
Was ist der Unterschied?
Was passt zu Max Situation?

Hier ist eine Erklärung für Max:
Reguläres Arbeits·verhältnis:
Max ist Arbeit·nehmer.
Es gibt eine persönliche Abhängigkeit zwischen Max und seinem Arbeit·geber oder seiner Arbeit·geberin.
Persönliche Abhängigkeit heißt:
Max muss zu bestimmten Zeiten arbeiten.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin sagt Max seinen Arbeits·ort.
Dort muss Max arbeiten.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin sagt:
So muss Max arbeiten.
Max arbeitet so.
Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin kontrolliert Max.

Das ist ein reguläres Arbeits·verhältnis.
Max hat folgende Rechte:

  • 5 Wochen bezahlter Urlaub
  • Max ist krank.
    Max bekommt sein Gehalt weiter bezahlt.
    Max hat ein Kind.
    Das Kind ist krank.
    Max kann das Kind zu Hause pflegen.
    Er muss nicht in die Arbeit.
    Er bekommt sein Gehalt weiter bezahlt.
    Das heißt: Pflege·freistellung
  • Der Arbeit·geber oder die Arbeit·geberin will Max kündigen.
    Er muss das Max 6 Wochen vorher sagen.
    Das heißt: Kündigungs·frist.
  • Max bekommt mindestens das Mindest·gehalt laut Kollektiv·vertrag.
    Was ist ein Kollektiv·vertrag: Das wird in Video „Kollektiv·vertrag und Gehalts·höhe“ erklärt.

Max hat ein reguläres Arbeits·verhältnis.
Max ist sozial·versichert.
Sozial·versichert heißt:
Ein Teil von Max Gehalt geht an die Sozial·versicherung.
Dadurch hat Max folgende Versicherung:
Kranken·versicherung
Arbeitslosen·versicherung
Pensions·versicherung.
Vielleicht muss Max auch Lohn·steuer zahlen.
Das hängt davon ab:
Wie viel Max verdient.
Max kann Voll·zeit, Teil·zeit, geringfügig oder befristet arbeiten.


Freier Dienst·vertrag.
Max arbeitet für einen Auftrag·geber oder eine Auftrag·geberin.
Für seine Arbeit bekommt Max Geld.
Die Arbeit dauert eine bestimmte Zeit.
Es gibt keine persönliche Abhängigkeit.
Das heißt:
Max wählt Arbeits·zeiten und Arbeits·ort selbst aus.
Max bestimmt den Arbeits·ablauf selbst.
Max wird nicht vom Auftrag·geber oder der Auftrag·geberin kontrolliert.
Jemand anderer kann die Arbeit für Max machen.
Max gibt keine Erfolgs·garantie.
Das heißt:
Max erreicht sein Ziel.
Max wird bezahlt.
Max erreicht sein Ziel nicht.
Max wird bezahlt.


Max Rechte als freie Dienst·nehmer sind:

  • Bezahlter Urlaub
  • Max ist krank.
    Max bekommt trotzdem sein Gehalt bezahlt.
  • Max hat ein Kind.
    Das Kind ist krank.
    Max kann das Kind zu Hause pflegen.
    Das heißt: Pflege·freistellung

Es gibt kein Mindest·gehalt.
Es gilt keinen Kollektiv·vertrag.
Der Auftrag·geber oder die Auftrag·geberin kann Max sofort kündigen.
Max ist sozialversichert.
Als freier Dienst·nehmer ist Max selbstständig.
Max muss sein Einkommen selbst·versteuern.


Werk·vertrag:
Max macht ein Werk für einen Auftrag·geber oder eine Auftrag·geberin.
Max ist Auftrag·nehmer.
Ein Beispiel für ein Werk ist: ein Buch, eine Webseite, ein Möbel·stück.
Max wird bezahlt.
Das schwere Wort für die Bezahlung ist: Honorar.
Ein Werk·vertrag ist auf Erfolg ausgerichtet.
Das heißt:
Das Werk ist fertig.
Das ist ein Erfolg.
Max wird bezahlt.
Das Werk ist nicht fertig.
Das ist kein Erfolg.
Max wird nicht bezahlt.
Max wählt Arbeits·zeiten und Arbeits·ort selbst aus.
Max bestimmt den Arbeits·ablauf selbst.
Jemand anderer kann die Arbeit für Max machen.
Max muss seine eigenen Arbeits·geräte verwenden.
Max ist nicht Teil der Firma.
Ein Werk·vertrag ist kein Arbeits·verhältnis.
Das heißt:
Für Max gilt das Arbeits·recht nicht.
Für Max gilt kein Kollektiv·vertrag.
Was ist ein Kollektiv·vertrag?
Die Erklärung ist im Video „Gehalts·höhe und Kollektiv·vertrag“.


Jetzt weiß Max:
Es gibt verschieden Verträge.
Was ist der Unterschied zwischen den Verträgen.
Max kann entscheiden:
Welchen Vertrag will ich?

Unterstützung am Arbeitsplatz

Unterstützung am Arbeits·platz
Julia hat einen neuen Job.
Julia ist nervös.
Julias Kollegen und Kolleginnen können nicht gebärden.
Julia fragt:
Was hilft mir bei der Kommunikation?
Wer bezahlt diese Hilfe?


Hier ist eine Erklärung für Julia:
Gebärdensprach·dolmetschen ist eine Unterstützung für Julia.
Sie hilft bei der Kommunikation zwischen Hörenden und Gehörlosen.
Wann hilft das Gebärdensprach·dolmetschen:

  • beim Bewerbungs·gespräch
  • bei der Einschulung
  • bei großen Besprechung


Computer, Smartphones und Tablets sind eine Unterstützung für Julia.
Damit kann Julia sofort kommunizieren.
Damit kann Julia später kommunizieren.
Zum Beispiel mit:

  • E-Mail
  • Textverarbeitungsprogramme.
  • Das ist zum Beispiel Word oder Pages.
  • Chats

„C·print“ ist ein computer·gesteuertes System.
Es gibt einen hörenden Übersetzer oder eine hörende Übersetzerin.
Er oder sie tippt das Gehörte ein.
Das Programm zeigt diesen Text an.
Julia kann den Text lesen.


Es gibt Sprach·synthesizer.
Das heißt:
Jemand gibt Buchstaben, Silbern, Wörter oder Sätze ein.
Eine Computer·stimme liest das vor.


Es gibt automatische Sprach·erkennung.
Das heißt:
Eine Person spricht etwas in ein Mikrofon.
Der Computer zeigt das als Text an.


Es gibt computer·gesteuerte Notizen.
Eine Notiz oder ein Grafik wird eingetippt.
Die Notiz oder Grafik wird gleichzeitig angezeigt.
Ein Beamer zeigt die Notiz oder Grafik in Groß an.


Es gibt Video·telefonie.
Julia kann sie am Arbeit·platz verwenden.
Mit Video·telefonie können Gehörlose in Gebärden·sprache kommunizieren.
Julia braucht:
Eine kleine Kamera, ein Display und eine schnelle Internet·verbindung
Julia gebärdet in die Kamera.
So kann sie mit einer Person kommunizieren.


Es gibt Video·Remote·dolmetschen.
Julia muss ein Video·telefonie·programm verwenden.
Damit hat sie Zugang zu einer Video·remote·übersetzung.


Es gibt Untertitelung.
Der Ton in einem Video wird in Text umgewandelt.
Der Text wird am unteren Bildschirm·rand auf schwarzem Hinter·grund angezeigt.
Es gibt Echtzeit·untertitelung.
Das ist bei live-Veranstaltungen oder Besprechungen.
Die sprechende Person wird gefilmt.
Ein Schrift·dolmetscher oder eine Schrift·dolmetscherin tippt die gesprochenen Worte in den Computer ein.
Der Text wird am unteren Rand des Videos angezeigt.
Der Dolmetscher oder die Dolmetscherin muss nicht am selben Ort sein.
Die Untertitel kann über ein Video·konferenz·programm stattfinden.

Es gibt Anpassungen im Raum.
Das ist das Aufstellen von Möbeln und Geräten im Raum.
Die Sichtbarkeit soll besser sein.
Es soll wenig störende Geräusche geben.
Es soll mehr Sicherheit geben.

Details zu Österreich:
Es gibt technische Assistenz.
Das heißt:
Julia wird unterstützt:
Beim Finden passender technischer Ausstattung für den Arbeits·platz
Bei der Beantragung der Hilfs·geräte
Bei der Bezahlung der Hilfs·geräte
Julia hat einen Job oder ist auf Job·suche.
Julia hat das Recht auf technische Assistenz.
Auch Arbeit·geber und Arbeit·geberinnen werden mit technischer Assistenz unterstützt:
Technische Geräte sind zum Beispiel:

  • Kommunikations·geräte
  • Alarme
  • Akustische Hilfs·mittel


Technische Assistenz wird von Organisationen angeboten.
Für Kunden und Kundinnen ist Technische Assistenz gratis.
Die technische Assistenz wird vom Sozial·ministeriums·service bezahlt.

Jetzt weiß Julia:
Welche Hilfe gibt es bei der Kommunikation mit Kollegen und Kolleginnen.
Wie kann diese Hilfe bezahlt werden.